HKV Prinzenpaar in der Session 1965/1966

HKV Prinzenpaar in der Session 1965/1966

Prinz Hans I. (Busch) und Prinzessin Gisela (Gennat)

MOTTO: “MÄRCHENPRINZ VON HEINSBERG” JETZT EINE STUNDE KARNEVAL MEHR”

1996 Sensationelle Wende in Bonn:
Bundeskanzler Ludwig Erhard fasste den Entschluss, den keiner erwartet hatte. Kanzlerminister Westrick gab in Bonn bekannt: Als erste Maßnahme aus seiner Regierungserklärung und um der drohenden Aushöhlung des Volkskörpers Einhalt zu gebieten, hat Ludwig Erhard befohlen: von nun an eine Stunde mehr Karneval!
Der Schweiß- und Tränenkanzler Erhard soll in die deutsche Karnevalsgeschichte eingehen. Das Volk muss jetzt endlich Opfer bringen. Wir haben zum ersten Mal nachgedacht, da fiel der Zuggroschen – eine Stunde mehr Karneval, denn ein größeres Opfer gibt es nicht.

Keine Härten: Natürlich sollen unbillige Härten vermieden werden. Stolz legte Westrick (meine Herren, ich bin schließlich kein Ost-Strick, bemerkte der heimliche Kanzler mit unheimlich feinem Lächeln) das erste Produkt des ersten deutschen Gemeinschaftswerkes vor: einen blauen Plan, der Subventionen für die unschuldigen Opfer der zusätzlichen Karnevalsstunde vorsieht. für Prinzen, Präsidenten, Funken, Büttenredner und Getränkegroßhändler. “Diese Millionen können wir getrost dem Fonds für Entwicklungshilfe entnehmen. In der Stunde der Not”, sagte der CDU-Minister, “in der Stunde der Not muss auch mal für die Schwarzen im eigenen Lande etwas getan werden.

Alle helfen: Schon vor Einführung der Karnevals-Opferstunde hat es rührende Beweise des Volkswillens gegeben. So verlautete aus Bonn, Konrad Adenauer habe spontan einen mutigen Entschluss gefasst. Als er aus seinem Schlaf während Erhards Regierungserklärung erwacht sei: “Ich bin bereit, eine Stunde länger Parteivorsitzender der CDU zu bleiben”, soll Adenauer ergriffen gemurmelt haben. Auch Franz-Josef Strauss will sein Opfer bringen: “Wenn’s denn sein muss, so will ich jede Woche eine Stunde mehr gegen Schröder intrigieren.” Grossen Eindruck hat der Opfergang des wortkargen Werner Höfer hinterlassen: der Frühschoppen wird fortan eine Stunde länger währen.
Eine neue Novelle zum LAG-Gesetz sieht vor: da das Volk durch die Karnevals-Opferstunde über den Rand seiner Leistungsfähigkeit hinaus gerät, wird die reguläre Arbeitszeit von Aschermittwoch an um eine Stunde pro Woche verkürzt werden.

Heinsberg, den 18.2.1966
Durch eine schwere Detonation wurden heute in den frühen Morgenstunden die Bevölkerung des gesamten Selfkantkreises aus dem Schlaf gerissen! – Man frug nach der Ursache, man rief überall an. Ein Postbote hatte mit einem Eilbrief die Schallmauer durchbrochen…. Der Beamte wurde sofort in den Innendienst versetzt.

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